Gesellschaftliche Aspekte

Auf dieser Seite finden Sie die gesellschaftlichen Voraussetzungen an ein Mehrgenerationenhaus. Wir durften eine Führung durch das Mehrgenerationenhaus Kalkbreite geniessen und konnten anhand einer Umfrage herausfinden, was Bewohner von weiteren Mehrgenerationenhäuser auszeichnet.
Der Alltag in einem Mehrgenerationenhaus unterscheidet sich von einem normalen Mehrfamilienhaus. Daraus ergeben sich für gewisse Bewohner Vor- und Nachteile. Die Kalkbreite ist durch eine Genossenschaft entstanden. So konnten die aktuellen Bewohner mitbestimmen, welches ihre Bedürfnisse sind. Diese sind jetzt übermässig zufrieden. Die Qualität besteht darin, dass eine grosse Durchmischung von verschiedenen Kulturen vorhanden ist. Das Interesse an Wohnungen ist so gross, dass die Verwaltung dies auch als Kriterium bei Bewerbungen berücksichtigen kann.
Gründe für dieses grosse Interesse sind unter anderem die Gemeinschaft: man hat Gemeinschaftsräume, wie eine Grossküche oder Nähmaschinenraum, welche man nutzen kann. Man besitzt natürlich auch sein eigenes, kleines Reich mit kleiner Küche, einem Bad und einem Raum, wo man sich zurückziehen kann. Durch Gemeinschaftsräume kann enorm viel Platz gespart werden. Im Beispiel Kalkbreite sieht man, dass auch Gewerbe mit unterschiedlichen Unternehmen und Läden direkt unter den Wohnungen Platz finden, ein geräumiger Park im Inneren der Kalkbreite dient für die Erholung und Freizeit, somit verbindet die Kalkbreite Wohnen, Arbeiten und Freizeit in einem Objekt.

Finden Sie anhand der Kacheln heraus, was einen Bewohner eines Mehrgenerationenhauses auszeichnet!

Revolutionäre Wohnform

In einem Mehrgenerationenhaus leben mehrerere unabhängige und verschieden alte Personen in einer sehr großen Wohnung oder einem Haus. Es handelt sich dabei in der Regel um mindestens zwei separate Wohneinheiten. Allgemeine Räume wie Bad, Sauna, Gemeinschaftsküche, Hobbyräume, Atelier, Gästezimmer, Wohnzimmer und Gartenflächen werden dabei nach vereinbarten Regeln gemeinsam genutzt. Dies fordert Verständnis und Toleranz in der Gemeinschaft, bildet jedoch Grundlage für eine günstigere und effizientere Wohnsituation. Auf die Situation der Kalkbreite bezogen bedeutet dies, dass ihre Bewohner Mitglieder der 2000-Watt Gesellschaft sind, also sehr energiesparend leben.

Verschiedene Formen des Zusammenlebens

Die Kalkbreite hat eine erstklassige Lösung gefunden, wie in einem Haus mehrere Formen des Zusammenlebens vereint werden können. Es gibt WG-Zimmer für welche man sich bewerben kann. Immer 9 dieser Einerzimmer haben ein gemeinsames Wohnzimmer und eine Küche. Zudem können ganze Wohnungen gemietet und weitervermietet werden. Die Genossenschaft selber führt eine eigene Pension. Zusätzlich gibt es allgemeine Einrichtungen wie die Cafeteria, eine Bibliothek, mietbares Sitzungszimmer und sogenannte Boxen. Die Boxen sind Räume welche von den Bewohnern nach eigenen Bedürfnissen eingerichtet werden können, z.B. als Kraftraum, Yogaraum oder Nähzimmer.

Wichtige Gemeinschaftsfördernde Faktoren in Mehrgenerationenhäuser

  • Teilen von alltäglichen Nutzungen (ein Posteingang für alle Bewohner)
  • Freizeiteinrichtungen, welche von allen genutzt werden dürfen
  • Aussenräume mit gemeinsamer Nutzung
  • Weitere eigene Projekte der Bewohner

Resultate unserer Umfrage haben ergeben, dass bisherige Bewohner aller befragten Mehrgenerationenhäuser sehr zufrieden sind. Es bestehen grosse Vorteile, wenn die Bewohner sich gegenseitig helfen und Unterstützen. Dies ist der meist genannte Punkt und zeigt uns auch, dass durch den Bau die Gemeinschaft gefördert wird. Wer kein Interesse an einer solchen Gemeinschaft besitzt wird sich auch entsprechend wenig an dieser Wohnform interessieren. Ansonsten besteht das Potential viele anderen Menschen zu überzeugen. Wir sehen die Entwicklung der Mehrgenerationenhaus ein wenig wie die Gegenbewegung zum vermehrten Bau der Einfamilienhäuser in den letzten Jahren. Durch Vereinigung von Arbeit, Freizeit und Wohnen wird ein Schritt ins frühere Dorfleben gemacht. Beispielsweise haben einige Mehrgenerationenhäuser eine Versammlung der Bewohner und Bewohnerinnen, in der neue Projekte und Veränderungen innerhalb des Hauses ausdiskutiert werden.
Wir haben auffällig wenig unzufriedene Bewohner gefunden, deren Unzufriedenhet sich meistens nur auf einzelne Themen beziehen. Die häufigsten Kritikpunkte sind einzelne Fehler in der Planung und dessen Optimierung. Dies ist jedoch auch schwer zu vermeiden, denn solche Bauten gibt es bis jetzt erst wenige und deshalb fehlt die entsprechende Erfahrung.


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